
Spielenachmittag und Liedersingen im Café „Zur Molli“
Am kommenden Samstag steht vor allem eines im Mittelpunkt: schnelle und direkte Hilfe für eine Mutter aus der Region. S. benötigt kurzfristig finanzielle Unterstützung – und die Dorfgemeinschaft reagiert.
S. hatte sich an das solidarische Café „Zur Molli“ im Ort gewandt, das seit 5 Jahren nach dem Prinzip „Gib, was du kannst und magst“ funktioniert. Dort wurde schnell klar, dass es sich um eine akute Notlage handelt. Für das Team war ebenso schnell klar: Es soll unkompliziert geholfen werden.
Aus dieser Situation heraus organisiert das Café nun eine Spendenaktion. Am Samstag,25.04.26 von 15 bis 17 Uhr sind alle von jung bis alt zu einem offenen Spielenachmittag mit anschließendem Liedersingen eingeladen. Die Veranstaltung soll Menschen zusammenbringen – und gleichzeitig konkrete Hilfe ermöglichen. Im Mittelpunkt steht dabei die Unterstützung für die Salzderheldenerin S. Ein großer Teil der Spenden soll direkt ihr zugutekommen, um ihre aktuelle Situation spürbar zu entlasten. „Gemeinsam sind wir stark. Ich bin dankbar, dass es die Molli gibt!“, sagt S. Selbst.
Gleichzeitig hat die Aktion noch eine zweite, weiterreichende Idee angestoßen. Denn die Situation von S. ist kein Einzelfall. In den vergangenen Jahren kamen immer wieder Menschen auf das Molli-Team zu – mit eigenen Sorgen oder dem Wunsch zu unterstützen. Daraus entstand die Überlegung, künftig einen „Gegenseitige Hilfe“-Topf für die Region aufzubauen. Wer dabei unterstützen mag, diese Überlegung Realität werden zu lassen, ist am Samstag ebenfalls herzlich eingeladen.
Wenn mehr als der benötigte Betrag für S. zusammenkommt, werden die restlichen Spenden vom Samstag deshalb als erster Schritt in diesen Topf fließen. Ziel ist es, auch in Zukunft schnell und unbürokratisch helfen zu können, wenn Menschen in Not geraten. Das Café selbst lebt diesen Gedanken schon lange. Es ist ein offener Treffpunkt für alle – ganz egal ob eine Notsituation vorliegt oder für das eigene Leben bereits ausreichend gesorgt ist. Finanziert wird die Molli über freiwillige Beiträge. Jede Person gibt, was sie geben kann und mag. Dieses Prinzip soll nun weitergetragen werden.
Gerade mit Blick auf die aktuelle Wirtschaftslage wächst bei vielen die Sorge, dass mehr Menschen in schwierige Situationen geraten könnten. Umso wichtiger ist es, den Beteiligten nicht nur im Einzelfall zu helfen, sondern auch Strukturen der gegenseitigen Hilfe für die Zukunft zu schaffen.
Die Dorfgemeinschaft und Umgebung ist eingeladen, zusammenzukommen, Zeit miteinander zu verbringen und ein Zeichen der gegenseitigen Hilfe zu setzen. Denn die Botschaft aus Salzderhelden ist klar: Wenn viele ein bisschen beitragen, kann schnell viel bewegt werden.
