Ersatz für zerstörten Soleturm ?

Die Saline Salzderhelden soll einen Ersatzbau für den bei einem Feuer am Sonnabend zerstörten Holzturm erhalten, der keine reine Kopie sein soll. Das ist das Ergebnis eines heutigen Ortstermins an der Brandruine.

An der Brandstelle trafen sich am Mittwoch,08.Juli, Vertreter der Stadtverwaltung und des Kultur-Förderkreises Salzderhelden mit Ortsbürgermeister Dirk Heitmüller. Dabei haben die Beteiligten laut einer Pressemitteilung der Stadtverwaltung das Maß der Zerstörung in Augenschein genommen und mit Erleichterung festgestellt, dass zumindest die metallenen Teile der historischen Förderwerkzeuge nicht zerstört sind und sich möglicherweise wiederherstellen lassen. Auch das durch eine dicke Steinplatte gesicherte Bohrloch dürfte keine irreparablen Schäden erlitten haben. Eine genaue Analyse werde erfolgen, sobald die Ruine durch die Polizei freigegeben ist, womit in wenigen Tagen zu rechnen sei.

von links:
Karl-Heinz Wessel (KFK), Hildemarie Klimke (KFK), Christian Fricke (Stadt Einbeck), Dennis Bodenstein (KFK), Dirk Heitmüller (Ortsbürgermeister), Dirk Siemonsen (2.Vors.KFK), Florian Schröder (Stadt Einbeck), Krimhild Fricke (Stadt Einbeck), Wilfried Kappei (Stadt Einbeck), Heinz-Hermann Wolper (Stellv.Ortsbürgermeister), Joachim Mertens (Stadt Einbeck), Birgit Tatje (Stadt Einbeck)

Für den komplett zerstörten hölzernen Turm wurde vereinbart, dass die Stadtverwaltung – Gebäude- und Liegenschaftsmanagement, sowie Untere Denkmalschutzbehörde – in Zusammenarbeit mit dem Kultur-Förderkreis ein Konzept für einen Ersatzbau entwickelt. Dieser soll das zerstörte Denkmal nicht als reine Kopie ersetzen, sondern die historische Silhouette des Bohrturms berücksichtigen und für die Anforderungen des Salzsiedens etwas Neues schaffen. Die bergrechtliche Genehmigung zur Soleförderung bestehe unbeschadet des Brandes fort, teilte die Stadtverwaltung mit.

Nach der Freigabe durch die Polizei, will der Verein schauen, was noch zu retten ist !?

Aus der bestehenden Gebäudeversicherung rechnet die Stadt, die Eigentümerin der an den Förderkreis vermieteten Liegenschaft ist, mit einer sechsstelligen Summe. Diese soll vorbehaltlich entsprechender politischer Beschlüsse für die Wiederherstellung eingesetzt werden.

Die in den 2000-er Jahren durchgeführten Sanierungen hatten Kosten in Höhe von insgesamt rund 120.000 Euro verursacht, die anteilig durch die Stadt Einbeck, den Landkreis Northeim und ZILE-Fördermittel getragen wurden.

Die von der Polizei in ihrer Berichterstattung genannte geschätzte Schadenssumme von 1,5 Millionen Euro wurde unter Berücksichtigung des großen Zeitaufwandes der vielen ehrenamtlichen Helfer des Kultur-Förderkreises Salzderhelden berechnet und gebe den ideellen Wert wieder, teilte die Stadt mit.

Inzwischen wurde durch den Verein ein Spendenkonto angelegt !
Volksbank Einbeck / DE91 2789 3760 0050 0763 01

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